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Gesine B.

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Treppenraupen für Rollstuhlfahrer – Kosten & Preise vergleichen

Treppenraupen ermöglichen Rollstuhlfahrern das Überwinden von Treppen, die nicht mit einem Treppenlift ausgestattet sind. Zu unterscheiden sind drei Varianten. Es gibt Treppenraupen, die von aktiven Rollstuhlfahrern ohne Hilfsperson genutzt werden können. Es gibt andere Modelle, die die Hilfe einer Begleitperson ermöglichen. Schließlich gibt es Modelle, die mit einer Plattform ausgestattet sind und daher universell mit mehreren Rollstühlen genutzt werden können.

Treppenraupen unterscheiden sich von Treppenliften durch die Tatsache, dass keinerlei bauliche Veränderungen an der Treppe durchgeführt werden müssen. Treppenraupen sind daher universell an jeder Treppe einsetzbar. Konzipiert sind sie für Rollstuhlfahrer. Aktive Rollstuhlfahrer können auf Treppenraupen zurückgreifen, die völlig autonom genutzt werden können. Daneben werden auch noch andere Modelle angeboten, bei denen der Nutzer auf eine Begleitperson angewiesen ist.

Treppenraupen als Alternative zum Treppenlift

Treppenraupen verfügen, wie der Name bereits andeutet, über einen Raupenantrieb. Eine feste Verbindung zur Treppe besteht nicht. Stattdessen wird die Treppenraupe an einem Rollstuhl befestigt. Der Antrieb funktioniert elektrisch über einen Akku. Eine Verbindung zum Stromnetz ist daher ebenfalls nicht erforderlich. Der Akku muss lediglich von Zeit zu Zeit geladen werden. Die Reichweite einer Akkuladung beträgt bis zu 30 Stockwerke. Treppenraupen können daher mobil und flexibel an jeder Treppe eingesetzt werden. Dies ist sicherlich der wichtigste Unterschied zu einem Treppenlift. Dieser muss nämlich immer fest an einer Treppe installiert werden.

TreppenraupeFotosQuelle: savaria.com

Treppenraupen sind auf Rollstuhlfahrer zugeschnitten. Von Fußgängern können sie nicht benutzt werden. Je nach Ausführung der Treppenraupe sind die Nutzer auf eine Begleitperson angewiesen. Treppenlifte können dagegen fast immer ohne externe Hilfe verwendet werden. Nutzer, für die der Komfort eine besondere Bedeutung hat, sollten berücksichtigen, dass Treppenlifte in der Regel bequemer zu nutzen sind. Dafür ist die Treppenraupe allerdings auch die deutlich günstigere Alternative.

Liste von Anieter-Firmen und Herstellern

Nr.
Hersteller
1.Auer
2.Perfekta
3.TGR Jolly
4.Ango Reha Technik
5.Lehner Lifttechnik GmbH
6.Fred Glesius Baumaschinen
7.Weigl Aufzüge GmbH & Co. KG
8.Südlift

Treppenraupen für aktive Rollstuhlfahrer

Es gibt Treppenraupen, die von aktiven Rollstuhlfahrern alleine und ohne die Hilfe einer Begleitperson genutzt werden können. Der Raupenantrieb sitzt hierbei unterhalb des Rollstuhls und kann vom Nutzer eingezogen bzw. ausgefahren werden und so bei Nichtgebrauch entfernt werden. An der Treppe selbst sind keinerlei optische oder bauliche Veränderungen nötig. Solche Treppenraupen können daher an jeder Treppe ohne Genehmigung eingesetzt werden. Dennoch gibt es einige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Diese Voraussetzungen betreffen den Nutzer, den Rollstuhl und die zu überwindende Treppe.

Die meisten Treppenraupen haben folgende technische Eigenschaften

  1. Maximale Tragfähigkeit bis zu 150 kg
  2. Geeignet für die meisten manuellen und elektrischen Rollstühle
  3. Geeignet für Treppen innerhalb oder außerhalb von Gebäuden
  4. Wirtschaftlicher, im Vergleich zu Treppenliften
  5. Einfache, bequeme und sichere Benutzung
  6. Sicherer Halt auf der Treppe
  7. Schlüsselverriegelung
  8. Abnehmbare Rückenlehne mit verstellbarer Kopfstütze
  9. Sitzgurt
  10. Einfacher Transport und Lagerung
  11. Wiederaufladbare Batterie
  12. Solide und langlebige Konstruktion
  13. Minimale Wartung
  14. Bremsen: elektromagnetisch

So muss es sich um eine gerade Treppe mit Absatz handeln, deren Steigung 35 Grad nicht übersteigt. Die Treppe kann dabei sowohl im Innen- als auch im Außenbereich stehen, sollte aber in jedem Fall über einen stabilen Handlauf verfügen. Der Raupenantrieb wird unterhalb des Rollstuhls montiert. Nicht jeder Rollstuhl ist hierfür geeignet. Entsprechende Modelle bzw. Adapter sind aber problemlos erhältlich. Der Nutzer einer Treppenraupe muss zudem ausreichend aktiv und mobil sein. Dies betrifft insbesondere die Arm- bzw. Fingerfunktion.

Treppenraupen, die eine Begleitperson erfordern

Treppenraupen, die eine Begleitperson erfordern, werden häufig auch als Treppenkulis bezeichnet. Die Begleitpersonen können dem Rollstuhlfahrer helfen, Treppen zu überwinden, ohne dabei selbst einen Kraftaufwand leisten zu müssen. Zu unterscheiden sind Modelle, die temporär und dennoch fest mit einem Rollstuhl verbunden werden können und solche, die über eine Plattform verfügen, die von mehreren Rollstühlen ohne jegliche Adaption genutzt werden kann.

Letztere Variante eignet sich beispielsweise für öffentliche Gebäude. Auch solche Treppenraupen können ohne bauliche Veränderungen an der Treppe eingesetzt werden und sind so eine besonders günstige Option, um Rollsuhlfahrern den Zugang zu einem Gebäude oder zu oberen Etagen zu ermöglichen. Die Sicherung des Nutzers erfolgt über Gurte. Im privaten Bereich greifen die meisten Kunden eher zu adaptierbaren Systemen, bei denen eine spezielle Halterung am Rollstuhl befestigt werden muss. Solche Treppenraupen sind schneller und komfortabler einsetzbar.

Kosten von Treppenraupen

Treppenraupe

Treppenraupen sind eine günstige Alternative zum Plattformlift oder zu einem Hublift. Die Preise für einfache Modelle beginnen bei gut 4.000 Euro. Teurere Exemplare können allerdings bis zu 9.000 Euro kosten. Beachten sollte man beim Preisvergleich, dass sich Treppenraupen an Rollstuhlfahrer richten. Treppenlifte für Rollstuhlfahrer sind in der Regel teurer als solche für Fußgänger. Auch Hubbühnen kosten meist mehr als eine Treppenraupe. Nicht vergessen sollte man zudem die Tatsache, dass eine Treppenraupe an mehreren Treppen eingesetzt werden kann. Treppenraupen sind daher besonders wirtschaftliche Alternativen. Dies gilt auch, weil Kosten durch Montage bzw. Umbau von Treppen komplett entfallen. Damit entfällt auch eine ggf. längere Wartezeit, wenn Treppenlifte erst einmal individuell angefertigt werden müssen.

Typ
Preise
Basismodelle (Neu)ab 4.500 €
Basismodelle (gebraucht)ab 1.000 €
Universaltreppenraupe (Neu)ca. 10.000 €
Selbstfahrer-Treppenraupe (Neu)ca. 10.000 €
Ausflugstreppenraupe (Neu)ab 4.000 €

Treppenraupen können gebraucht gekauft werden. Da sie nicht fest montiert werden müssen und keine Veränderungen an der Treppe erfolgen, ist der Gebraucht-Kauf wesentlich leichter als bei einem Treppenlift. Durch den Kauf einer gebrauchten Treppenraupe kann man bis zu 50 Prozent im Vergleich zum Neupreis sparen. Wichtig: Krankenkassen zahlen für die Installation eines Treppenlifts in der Regel nicht, können die Kosten einer Treppenraupe allerdings unter Umständen erstatten.

Die Anschaffung einer Treppenraupe ist eine wichtige Entscheidung, die sich positiv auf Ihr Leben auswirken kann. Vielleicht haben Sie aber auch eine Fülle von Fragen, die beantworten werden müssen. Gerne können Sie uns eine Beratungsanfrage über unser Anfrageformular oben auf der Seite schicken. Bevor Sie eine Treppenraupe kaufen, sollten Sie sich vergewissern, dass er die richtige Wahl für Sie ist.

Vorteile von Treppenliften gegenüber Treppenraupen

Sie sollten sich der Vorteile bewusst sein, die der Kauf eines Treppenlifts mit sich bringt. Die Anschaffung eines Treppenlifts ist eine lohnende Anschaffung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Vor diesem Hintergrund haben Sie vielleicht eine Reihe von Fragen rund um die Nutzung eines Treppenlifts. Dieser Leitfaden soll einige der wichtigsten Bereiche abdecken und die Fragen beantworten, die Sie zu Ihrem bevorstehenden Kauf haben.

Da Treppenlifte mit einer niedrigen Spannung betrieben werden, sind sie leise. Dank ihrer Batterie bieten sie eine ruhige Fahrt, wobei ihr Geräuschpegel mit dem einer Mikrowelle vergleichbar ist. Wenn ein gerader Treppenlift jedoch Geräusche von sich gibt, wie z. B. ein surrendes oder schleifendes Geräusch an den Schienen, sollten Sie sich unbedingt an einen Fachmann wenden, der das Problem im Rahmen einer Inspektion beheben kann, um weitere Probleme zu vermeiden. Vielleicht fragen Sie sich: „Wie schnell fährt ein Treppenlift“? Um eine sichere und bequeme Fahrt zu gewährleisten, fahren die meisten Treppenlifte langsam, d. h. mit einer Geschwindigkeit von 100-150 mm pro Sekunde. Diese Geschwindigkeit bedeutet, dass Sie sich in Ihrem Sitz sicher fühlen, während Sie sich zügig von Stockwerk zu Stockwerk bewegen. Egal, ob Sie einen geraden oder kurvigen Treppenlift haben,

Ein durchschnittlicher Treppenlift hält etwa zehn Jahre, aber eine regelmäßige Wartung und Pflege des Lifts sorgen dafür, dass er noch länger halten kann. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um sicherzustellen, dass Ihr Treppenlift so lange hält, wie Sie es wünschen. Dazu gehört, dass Sie die Gewichtsgrenze einhalten und den Treppenlift nur benutzen, wenn es nötig ist. Wenn mehr als eine Person in Ihrem Haushalt den Treppenlift benutzt, kann es vorkommen, dass sich der Treppenlift am anderen Ende der Treppe befindet. Um den Lift zu rufen, wird ein Ruf-/Sendetaster mit einer Fernbedienung gedrückt. Dies ist nicht nur dann von Vorteil, wenn mehrere Personen den Lift benutzen, sondern auch, wenn Sie Ihren Lift bei Nichtgebrauch außer Sichtweite halten möchten, indem Sie ihn am oberen Ende der Treppe andocken, bis er gebraucht wird. Viele Treppenliftunternehmen bieten eine Reihe von Zusatzausstattungen an, die zu Ihrem geraden oder kurvigen Treppenlift hinzugefügt werden können, um ihn für Sie noch funktioneller zu machen, z. B. Sitzstangen, Drehsitze und Sitze mit zusätzlicher Tragfähigkeit.

Ein Treppenlift wird von einem batteriebetriebenen Motor bewegt, der den Strom liefert, um die Treppe von oben nach unten zu fahren. Wenn der Motor in Bewegung ist, bewegt er ein Getriebe, das den Treppenlift entlang der Schiene nach oben fährt. Je nachdem, in welche Richtung sich das Getriebe bewegt, fährt der Stuhl entweder nach oben oder nach unten. Es mag sich so anhören, als ob ein Treppenlift, der ständig Strom verbraucht, Ihre Stromkosten in die Höhe treibt, und Sie fragen sich vielleicht: „Verbrauchen Treppenlifte viel Strom“? Die laufenden Kosten eines Treppenlifts sind jedoch minimal, da er so wenig Strom wie möglich verbraucht. Wenn der Treppenlift angedockt ist, lädt er die internen Batterien auf, was bedeutet, dass Stromausfälle keinen Einfluss auf die Benutzung haben. Dadurch können sie Energie speichern, die in einem Szenario wie einem Stromausfall genutzt werden kann. Aber auch die Betriebskosten werden auf ein Minimum reduziert. Aufgrund der Fähigkeit der Batterien, sich aufzuladen, verbrauchen Sie weniger Strom als andere Haushaltsgeräte. Daher können Sie davon ausgehen, dass die durchschnittlichen jährlichen Kosten für einen Treppenlift bei 50 € liegen.

Ein Treppenlift kann eine unschätzbare Bereicherung für Ihr Zuhause sein, da er die Art und Weise, wie Sie sich fortbewegen, verändert, Ihr Wohlbefinden steigert und es Ihnen ermöglicht, Ihre Unabhängigkeit wiederzuerlangen.

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6 Kommentare
  1. Ina Kurotschkin

    Hallo,

    wir brauchen für einen unserer Ausstellungsorte einen Treppenkuli. Und möchten uns gerne für die Dauer von 25.04.-01.07.12 einen mieten? Ist das bei Ihnen möglich? Bitte erstellen Sie einen Kostenvoranschlag.

    Viele Grüße
    Ina Kurotschkin

  2. Wolfgang Neumann

    Hallo,was kostet eine gebraucht Treppenraupe für aktive Rollstuhlfahrer. Brauche ihn nur selten.Gruß Neumann

  3. Doreen Henning

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich komme mit folgender Frage zu Ihnen! Mein Opa hatte vor 2 Jahren einen Schlaganfall. Aufgrund dessen kaufte meine Oma im letzten Jahr meinem Opa eine Treppenraupe Jolly Standard.

    Leider kommt mein Opa absolut nicht damit zurecht. Die Treppenraupe wurde NIE benutzt und ist voll funktionsfähig. Jetzt zu meiner Frage: Besteht Ihrerseit Interesse an dieser Raupe?

    Hier noch ein paar Daten:
    Traglast: 130kg und passendes Ladegerät für Jolly!!!

    Ich hoffe auf eine schnelle Antwort Ihrerseits an die o.g. Mailadresse!

    Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen

    Doreen Henning

  4. Madlen Pusch

    Da wir an Ihren Produkten sehr interessiert sind, möchte ich Sie fragen, ob es möglich wäre, uns kostenlos Flyer und Prospekte zuzuschicken.

  5. Dietl Johannes

    Sehr geehrte Frau Henning,

    Ihr Schreiben ist zwar schon älter, aber vielleicht noch aktuell. Meine Frau ist auf ihren Rollstuhl angewiesen. Es geht um die Überwindung von 5 Stufe von einem Treppenabsatz (Hochparterre/Zugang zum Aufzug) und dem Eingangsbereich.

    Mit freundlichen Grüßen

    Johannes Dietl

  6. Elisabeth Neumann

    Suche eine gebrauchte Treppenraupe oder Treppensteiger für meine
    Mutter, die im Rollstuhl sitzt.(ich wohne in Wien, meineMutter in der Steiermark-sie wird von einer 24Std. -Hilfe betreut)
    Freue mich auf Angebote!
    Liebe Grüße
    E. Neumann

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  • Wir arbeiten nur mit geprüften Fachhändlern zusammen, die Ihnen passende Liftlösungen anbieten und die Umsetzung professionell begleiten. Sparen Sie dabei bis zu 30 % mit unserem Angebotsvergleich.

Unsere Vertriebsgebiete

Ihre Vorteile

Ein Rollstuhllift ist eine größere Anschaffung – und zwischen Anbietern liegen oft mehrere Tausend Euro Preisunterschied. Ein Angebotsvergleich lohnt sich deshalb von Anfang an: Während ein Rollstuhllift für wenige Stufen meist ab rund 6.000 € erhältlich ist, kosten Rollstuhllifte entlang kurviger oder mehrläufiger Treppen häufig zwischen 13.000 und 25.000 €. Wenn Sie mehrere Kostenvoranschläge einholen, sparen Sie schnell einen vierstelligen Betrag.

Persönliche Beratung: Rollstuhllift
  • Über 30 Modelle namhafter Hersteller im Vergleich
  • Persönliche Beratung zu Förderungen und Zuschüssen
  • Mehrere Angebote kostenlos und unverbindlich vergleichen
  • Geprüfte Fachhändler aus Ihrer Region
  • Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden

Der Kauf eines Rollstuhllifts ist eine große Investition – daher lohnt sich ein unabhängiger Preisvergleich. Mit nur einer Anfrage erhalten Sie unverbindliche Angebote geprüfter Fachhändler aus Ihrer Region. So können Sie verschiedene Modelle, Leistungen und Preise in Ruhe vergleichen und das Angebot auswählen, das am besten zu Ihrer Wohnsituation und Ihrem Budget passt.

Der Angebotsvergleich ist unabhängig und kostenlos. Auf Wunsch informieren wir Sie zusätzlich über mögliche Förderungen – etwa den Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 € pro Person oder die KfW-Förderung für barrierereduzierende Maßnahmen. So wissen Sie frühzeitig, welche finanzielle Unterstützung infrage kommt und mit welchen Kosten Sie nach Abzug der Förderung rechnen müssen.

Häufige Fragen

  • Der Begriff Rollstuhllift umfasst mehrere Bauarten. Ein Hublift für wenige Stufen kostet häufig etwa 6.000 bis 25.000 €. Ein Plattformlift entlang der Treppe liegt oft bei 9.000 bis 25.000 €, je nach Treppenverlauf und Schiene. Ein Homelift oder Senkrechtlift für mehrere Etagen beginnt meist höher und kann 18.000 bis 50.000 € oder mehr kosten. Entscheidend sind Hubhöhe, Rollstuhlmaß, Tragkraft, Innen- oder Außenmontage und baulicher Aufwand.

  • Es gibt drei häufige Lösungen: Der Plattformlift fährt mit Rollstuhl auf einer Plattform entlang der Treppe. Der Hublift fährt senkrecht und eignet sich für einzelne Stufen, Podeste und Eingänge. Ein Homelift oder Senkrechtlift verbindet Etagen vertikal und ist komfortabler, benötigt aber mehr Planung und Budget. Welche Lösung passt, hängt von Treppenform, Hubhöhe, Rollstuhltyp, Bewegungsflächen und täglicher Nutzung ab.

  • Die Pflegekasse kann ab Pflegegrad 1 bis zu 4.180 € pro pflegebedürftiger Person zahlen, wenn der Rollstuhllift die häusliche Pflege erleichtert oder mehr Selbstständigkeit ermöglicht. Leben mehrere Anspruchsberechtigte zusammen, sind bis zu 16.720 € pro Maßnahme möglich. Zusätzlich ist der KfW-Zuschuss 455-B für Barrierereduzierung seit 2026 wieder beantragbar: für Einzelmaßnahmen bis zu 10 % der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 €. Alternativ oder ergänzend kommt der KfW-Kredit 159 bis 50.000 € je Wohneinheit infrage. Wichtig: Förderanträge müssen vor Vertragsabschluss und Einbau gestellt werden.

  • Ein Plattformlift ist sinnvoll, wenn ein Rollstuhl eine vorhandene Treppe entlangfahren muss und genügend Treppenbreite vorhanden ist. Ein Hublift ist meist besser, wenn nur wenige Stufen oder ein kurzer Höhenunterschied senkrecht überbrückt werden. Der Hublift braucht eine Stellfläche, hält aber die Treppe frei. Bei mehreren Etagen oder wenn Komfort und Kabine wichtig sind, kann ein Homelift die passendere Lösung sein.

  • Ein Rollstuhllift braucht Platz für Rollstuhl, sichere Zufahrt und Rangieren. Für barrierefreie Planung gelten 150 x 150 cm Bewegungsfläche als wichtiger Orientierungswert; lichte Durchgänge sollten möglichst 90 cm erreichen. Plattformlifte benötigen zusätzlich Treppenbreite und eine Parkposition, Hublifte eine ebene Stellfläche vor und hinter der Plattform. In Bestandsgebäuden wird oft eine möglichst sichere und alltagstaugliche Lösung innerhalb der vorhandenen Maße geplant.

  • Viele Rollstuhllifte sind für etwa 300 kg ausgelegt, je nach Bauart und Modell auch darüber. Maßgeblich ist das Gesamtgewicht aus Nutzer, Rollstuhl, Zubehör und gegebenenfalls Begleitperson. Elektrorollstühle, Zusatzantriebe und Scooter können den Bedarf deutlich erhöhen. Deshalb sollten vor der Auswahl Gewicht, Plattformgröße und Fahrweg konkret geprüft werden. Eine zu knapp gewählte Tragkraft ist im Alltag weder komfortabel noch zukunftssicher.

  • Ja. Außenlösungen sind am Hauseingang, zur Terrasse, zum Garten oder am Kellerzugang üblich. Wichtig sind rutschhemmende Plattformen, korrosionsgeschützte Bauteile, wetterfeste Steuerung, Entwässerung und ausreichend Beleuchtung. Im Außenbereich sollte außerdem geklärt werden, ob Fundament, Geländer, Wetterschutz oder Genehmigungen nötig sind. Förderfähig kann die Maßnahme sein, wenn sie Barrieren im Wohnumfeld reduziert.

  • Ein Rollstuhllift sollte ohne fremde Hilfe sicher bedienbar sein. Üblich sind Totmannsteuerung, Notstopp, Wegrollschutz, Sicherheitsbügel oder Türen, Hindernissensoren, sanftes Anfahren und eine Notabsenkung oder Akkulösung bei Stromausfall. Bei Plattform- und Hubliften ist außerdem wichtig, dass Zu- und Ausfahrt eben, rutschhemmend und gut erreichbar sind. Sicherheit entsteht aus Technik, Planung und regelmäßiger Wartung zusammen.

  • Sie geben an, ob Stufen, eine Treppe oder mehrere Etagen überwunden werden sollen und welcher Rollstuhl genutzt wird. Fachbetriebe aus Ihrer Region prüfen dann, ob Plattformlift, Hublift oder Homelift sinnvoll ist. Für ein verbindliches Angebot werden Maße, Tragfähigkeit, Stromanschluss, Parkposition, Außenbedingungen und Fördermöglichkeiten geprüft. Der Vergleich ist kostenlos und unverbindlich und sollte immer mehrere technisch passende Varianten betrachten.

  • Neben Strom fallen vor allem Wartung, Prüf- oder Servicekosten und Verschleißteile an. Außenanlagen sind stärker belastet als Innenanlagen und sollten besonders zuverlässig gewartet werden. Fragen Sie im Angebot nach Reaktionszeit bei Störungen, Ersatzteilverfügbarkeit, Akkuwechsel, Anfahrtskosten und Laufzeit des Wartungsvertrags. Gerade bei täglich genutzten Rollstuhllifte sind diese Punkte wichtiger als ein kleiner Unterschied beim Anschaffungspreis.

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